Winterdienst

Der Räum- und Streudienst der Straßen

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Während der kritischen Jahreszeit von Anfang Dezember bis einschließlich März setzt der StadServiceBetrieb Brühl zwei Bereitschaftsgruppen im wöchentlichen Wechsel ein. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben ihr Bestes auch unvorhergesehene Schneefälle schnell zu bewältigen.
Bei Schneefall werden die Brühler Straßen nach Vorgaben der Straßenreinigungssatzung abgefahren und gestreut. Unser Team beginnt morgens so zeitig, dass die Fahrbahnen rechtzeitig zum Einsetzen des Berufsverkehrs um ca. 7 Uhr befahrbar sind.

Den Streuplan finden Sie nachfolgend unter "Übersichtskarte Winterdienst". Die Fahrbahnen aller Straßen, Wege und Plätze, die in der Karte farbig markiert sind, werden durch unsere Räum- und Streufahrzeuge planmäßig abgefahren. Für alle nicht markierten Straßen gilt besondere Vorsicht und ggf. eine Streupflicht der Anwohner. Bitte informieren Sie sich daher in der Straßenreinigungssatzung (s.u.).

Übersichtskarte Winterdienst

Sole statt Salz: Für Umwelt, Geldbeutel und Sicherheit

Zur Schnee- und Eisräumung werden in Brühl anstelle von festen Salzkristallen meist Flüssigsalze eingesetzt. Dazu sind die Brühler Streufahrzeuge mit Solebehältern ausgerüstet, über die eine Mischung aus Wasser und Salz ausgebracht wird. Die Sole wird mit einer Mischanlage am Standort des StadtServiceBetriebes hergestellt. Ein Vorteil der Sole ist, dass der Abtauvorgang sofort einsetzt, weil das Salz verflüssigt ist.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Sprühverteilung. Im Gegensatz zur Streuverteilung kann die Salzlösung die Flächen regelmäßiger abdecken. Dadurch schmilzt der Schnee vollständiger ab. Ein Verwehen der Sole wird im Vergleich zum festen Streugut nahezu verhindert.

Im Hinblick auf die Wasserqualität ist erfreulich, dass sich die zur Räumung benötigte Salzmenge drastisch reduzieren lässt. So spart man nicht nur an der Salzbeschaffung, sondern kann auch die Lagerkosten reduzieren.

WER muss WANN und WO räumen?

Der Winterdienst ist in der Straßenreinigungssatzung der Stadt Brühl geregelt.

Nur für die in der "Übersichtskarte Winterdienst" gekennzeichneten Straßenarten 3 und 4 (siehe Download Straßenreinigungssatzung) sowie die Fußgängerzonen (Straßenart 7) ist dies eine kommunale Aufgabe, die dem StadtServiceBetrieb übertragen wurde.

Die Pflege der Straßen, Wege und Plätze von privaten Grundstücken ist ebenfalls in der Straßenreinigungssatzung bestimmt.

Grundsätzlich gilt:
Die Straßenreinigungssatzung schreibt eine Räumpflicht für den Zeitraum von morgens 7.00 Uhr bis abends 20.00 Uhr vor (sonntags von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr). Fällt nach 20.00 Uhr Schnee oder tritt Glätte auf, so hat die Räumung bis 7.00 Uhr des Folgetages zu erfolgen (sonntags bis 9.00 Uhr).

Download:
Straßenreinigungssatzung der Stadt Brühl

Hinweis für Mieter

Auch als Mieter/in können Sie hier in der Pflicht sein. Bitte prüfen Sie daher Ihren Mietvertrag oder die dem Mietvertrag zugrunde liegende Hausordnung. Darin steht, ob der Hauseigentümer seine satzungsmäßige Reinigungs- und Winterdienstpflichten auf Sie als Mieter/in übertragen hat.

Im Interesse der allgemeinen Sicherheit und Sauberkeit bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger, diese Satzung zur Kenntnis zu nehmen und weisen vorsorglich darauf hin, dass die Nichtbefolgung dieser Pflichten eine Ordnungswidrigkeit ist und von Seiten der Stadt Brühl mit Geldbußen bis zu 500 € belegt werden kann.

Häufig gestellte Fragen

Wie erfahre ich, welche Pflichten ich bei der Straßenreinigung habe?

Der konkrete Pflichtenumfang ergibt sich aus der Straßenart der Straße und den weiteren Vorschriften der Straßenreinigungssatzung, die Sie auf dieser Seite herunterladen können.

Welche Pflichten habe ich, wenn ich für die Winterwartung von Gehwegen zuständig bin?

Der Reinigungsumfang ergibt sich aus § 3 b der Straßenreinigungssatzung.

Gehwege müssen in einer Breite von 1,50 Meter entlang des Grundstückes geräumt und bei Glätte bestreut werden. Der Schnee sollte nicht auf die Fahrbahn, sondern möglichst an den Gehwegrand geräumt werden. Ist in verkehrsberuhigten Straßen (z.B. Straßenart 6) kein abgesetzter Gehweg vorhanden, ist der Fahrbahnrand in einer Breite von 1,50 Metern schnee- und eisfrei zu halten. Bitte achten Sie darauf, dass durchgängige Gehbahnen in den Straßen entstehen.

Zusätzlich sind an Haltestellen für Öffentliche Verkehrsmittel und Schulbusse Zugänge zum Wartehäuschen und zu den Einstiegen von Schnee zu befreien und bei Glätte zu streuen. Auch kombinierte Geh- und Radwege fallen in die Zuständigkeit der anliegenden Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer.

Welche Pflichten habe ich, wenn ich für die Winterwartung von Fahrbahnen zuständig bin?

Der Reinigungsumfang ergibt sich aus § 3 b der Straßenreinigungssatzung.

Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken, die für die Winterwartung auf Fahrbahnen zuständig sind (bei Anliegerstraßen der Straßenart 1, 2 und 6), müssen Zebrastreifen bestreuen. Hinzu kommen an Eckgrundstücken Fortsetzungen der Gehwege bzw. Gehbahnen auf der Fahrbahn. Diese Regelungen gelten grundsätzlich jeweils bis zur Fahrbahnmitte. Bitte streuen Sie auch den gegenüber liegenden Fahrbahnteil, wenn das gegenüber liegende Grundstück nicht bebaut ist.

Hiermit soll erreicht werden, dass im Stadtgebiet auch bei winterlichen Verhältnissen ein guter, geordneter und sicherer Fußgängerverkehr für alle Bürgerinnen und Bürger in allen Straßen möglich ist. Die Stadt allein kann dieses Ziel ohne eine drastische Kosten- und damit Gebührensteigerung für das gesamte innerörtliche Straßennetz nicht erreichen.

Was ist im Rahmen der Winterwartungspflicht (auf Gehwegen und Fahrbahnen) zu beachten?

Der Reinigungsumfang ergibt sich aus § 3 b der Straßenreinigungssatzung.

Tagsüber gefallener Schnee bzw. entstandene Glätte sind unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach Entstehen der Glätte zu beseitigen; nach 20.00 Uhr gefallener Schnee bzw. entstandene Glätte sind am Folgetag (werktags bis 7.00 Uhr und sonn- und feiertags bis 9.00 Uhr) zu beseitigen.

Der Fahr- und Fußgängerverkehr darf durch Schneeberge nicht mehr als nötig behindert oder gefährdet werden. Einläufe in Entwässerungsanlagen sowie Hydranten müssen von Schnee und Eis freigehalten werden, um bei Tauwetter den ungehinderten Abfluss des Schmelzwassers zu gewährleisten. Sonst drohen Überschwemmungen und erneute Glatteisbildung.

Welche Streumittel dürfen eingesetzt werden?

Die Verwendung eines bestimmten Streumittels ist nicht vorgeschrieben. In jedem Fall sollte das Streugut eine gute Wirkung gegen Rutschgefahren haben. Aus Umweltschutzgründen ist das Streuen mit Salz bzw. auftauenden Stoffen grundsätzlich verboten. Eine Ausnahme besteht dann, wenn durch abstumpfende Mittel keine ausreichende Wirkung mehr erzielt werden kann, z.B. bei Eisglätte oder auf Gehwegen mit starkem Gefälle. Bei Salznutzung sollte auf einen größtmöglichen Abstand zur angrenzenden Vegetation geachtet werden. Auch auf privaten Flächen sollte der Umwelt zuliebe kein Salz verwendet werden.

Auf den Straßen verwenden die Mitarbeiter der Straßenreinigung Auftausalz. Hier müsste bei der Verwendung von Splitt ständig nachgestreut werden, um eine gleichartige Wirkung zu erzielen. Studien des Umweltbundesamtes haben ergeben, dass das häufige Nachfahren und das spätere Auffegen in der Gesamtbetrachtung umweltschädlicher sind, zumal neuere Streuer und die Verwendung von Sole die gestreuten Salzmengen deutlich verringert haben.

Wie kommt die Höhe meiner Straßenreinigungsgebühr zustande?

Die Gebühr ist die Gegenleistung für die Erbringung der Straßenreinigung und des Winterdienstes durch die Kommune – und zwar für die Leistung, die in der gesamten Erschließungsstraße erbracht wird, in der das Grundstück liegt. Eine Gebühr fällt also auch dann an, wenn vor dem eigenen Grundstück konkret keine Leistung erbracht wird, etwa, weil dort ständig PKW parken oder weil wegen sonstiger Hindernisse (Baumbeete usw.) die Kehrmaschine bzw. das Räumfahrzeug einen Bogen fährt.

Die Gebühr hängt des Weiteren von der Größe des Grundstücks ab, diese wird nach der Länge der auf die Erschließungsstraße/n ausgerichteten Grundstückseiten berechnet. Und sie hängt schließlich vom zeitlichen und inhaltlichen Umfang der Leistung ab. Je mehr Leistungen in einer Straße also von den Anliegerinnen und Anliegern selbst erbracht werden (z.B. Übertragung der Gehwegreinigung), umso geringer fällt die Gebühr aus.

Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen, wenn ich meinen Verpflichtungen nicht nachkomme?

Einerseits kann sich die Anliegerin/der Anlieger schadensersatzpflichtig machen, wenn die Pflicht nicht erfüllt wurde und deshalb bspw. ein Passant fällt und sich verletzt. Andererseits hat die Stadt die Möglichkeit, mit einem Bußgeld einzugreifen. Die Pflicht besteht im Übrigen auch dann, wenn die Eigentümerin/der Eigentümer wegen Gebrechlichkeit, frühem Dienstbeginn, Urlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen nicht in der Lage ist, selbst zu kehren, zu räumen bzw. zu streuen. Sie/er muss dann dafür Sorge tragen, dass sich jemand anderes darum kümmert.

Wer hilft bei offenen Fragen weiter?

Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Fachbereich Ordnung unter der Tel. 02232/79-3720 (Pflichten der Grundstückseigentümer/innen) sowie beim Fachbereich Finanzen unter der Tel. 02232/79-3140 (Gebührenfragen).

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